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http://www.patient-informiert-sich.de/Liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Patientinnen und Patienten,

die Öffentlichkeit wird über die wahren Ziele
der Gesundheitspolitik nicht informiert.
Wir, die Beitragszahler haben es versäumt,
uns einzumischen und unsere Rechte wahrzunehmen.
Mit großer Sorge sehen wir die derzeitigen
Entwicklungen im Gesundheitssystem.

Unser Gesundheitssystem ist in Gefahr
Jahr um Jahr vollziehen sich unter den politisch geschaffenen Rahmenbedingungen schleichende Veränderungen in unserer Gesundheitsversorgung: kommunale Krankenhäuser und Universitätskliniken machen Defizite und werden ohne politisches Engagement zur Erhaltung von öffentlichen Gesundheitseinrichtungen an Klinikkonzerne und private Investoren verkauft. Die Investoren erwirtschaften Millionengewinne auf dem neu geschaffenen „Gesundheitsmarkt“. Dies geschieht auf Kosten der kranken Menschen, der Solidargemeinschaft und der sich aufopfernden Mitarbeiter. Unter dem Zeichen der „Wettbewerbsstärkungsgesetze“ schreitet die Rationierung von Versicherungsleistungen voran. Die Versicherten zahlen immer höhere Beiträge, für die Versorgung im Krankheitsfall wird immer weniger erstattet. Was geschieht mit unseren Krankenkassenbeiträgen?

Auf dem Weg zur Industrialisierung
Es geht um Gewinn und Verlust, anstatt um Mensch und Medizin! Die wohnortnahe Versorgung von kranken Menschen durch freie niedergelassene Ärzte wird durch Bürokratisierung und finanziellen Druck zunehmend gefährdet. Ärzte werden ihre Praxen aufgeben müssen, da sie finanziell nicht mehr in der Lage sind, sie zu erhalten. Die freien Arztsitze werden von Investoren aufgekauft und so genannte MVZ (Medizinische Versorgungszentren) eingerichtet. Es sind Investoren (wie z. B. Rhön, Sana, Asklepios, Fresenius), die aus dem Gesundheitsmarkt Kapital schlagen. Der erste Schritt zum Verkauf unseres Gesundheitswesens wird über Klinikübernahmen an Kapitalgesellschaften lanciert. Die Rhön AG hat ihre Wachstumspläne bereits konkretisiert und spricht offen von der Übernahme der ambulanten Versorgung.
Sie, liebe Bürger, werden dann nicht mehr von Ihrem vertrauten Arzt betreut, sondern anonym in einem MVZ behandelt werden, wo Ihnen jemand gegenübersitzt, der sich mehr für die Profitinteressen der Investoren interessieren muss, als für Sie als Patient.
So wird Gesundheit zur Ware, der kranke Mensch zum Wertschöpfungsobjekt. Auf dem Weg zur Privatisierung und Vermarktung des Gesundheitswesens fürchten Politiker, Lobbyisten und das Management der Investoren nichts mehr als einen Schulterschluss von Bürgern
und Ärzten. Deshalb ist nahezu jedes Mittel recht, um das Bild des Arztes in der Öffentlichkeit zu diffamieren. Gezielte Desinformationen prägen die öffentlichen Medien und Meinungen, die eigentliche Sachlage bleibt ungeklärt.

Ist Ihnen das Ausmaß der Misere in unserem Gesundheitswesen bewusst?


Hat man Sie zu den Veränderungen befragt?


Ist das eine Politik im Ihrem Sinne?


Aufgrund der Recherchen der Autorin Renate Hartwig („Der verkaufte Patient“, Pattloch Verlag und www.patient-informiert-sich.de) und deren Aufruf:
„Einmischen ist Bürgerpflicht“, wurden Hintergründe öffentlich thematisiert.
Viele Menschen empfinden Ungerechtigkeiten. Sie erleben wie die Dinge über ihren Kopf hinweg entschieden werden, die sie persönlich betreffen. Sie erkennen, dass in das natürliche Arzt-Patientenverhältnis wegen Kapitalinteressen massiv eingegriffen wird. Das widerspricht ihrem Verständnis von Gerechtigkeit und Demokratie! Seit Juli 2008 wurden in über 500 Städten Bürger-Foren gebildet, die sich dieser Thematik annehmen.
In dieser Bürgerbewegung geht es um Aufklärung und um gemeinsames Einmischen, denn solidarisches Handeln gibt Kraft gegen Missstände aufzustehen. So wird aus dem ICH ein WIR und wie schon Friedrich von Schiller sagte: „Wir könnten viel, wenn wir zusammenstünden“.

Im Schulterschluss....
Da neben Patienten und Ärzten alle Bürger gleichermaßen von den Veränderungen betroffen sind, liegt es nahe, dass wir in einem gemeinsamen Schulterschluss für unsere Grundrechte kämpfen. München, Dillingen, Miltenberg, Offenburg, Heidenheim, Schwäbisch-Hall, Neuwied, Kiel, Brilon, Wuppertal, Krefeld, Marburg sind u. a. Orte, die für solche gemeinsamen Aktionen stehen. Dort entstanden erste „gallische Dörfer des Widerstands“. Um die Kräfte dieser Initiativen zu bündeln und sie dadurch noch wirksamer zu machen, haben wir uns in dem Verein Bürger-Schulterschluss e. V. zusammengefunden.
Jeder kann in dieser Initiative mitwirken!



Ziele und Motive

Wir wollen über die Zustände auf vielfältige und kreative Weise aufklären (Internet, Fernsehen, Werbung) und aktiv gegen die zunehmende Einflussnahme von Konzernen auf das Gesundheitssystem protestieren. Gleichzeitig entwickeln wir konkrete Ideen für ein zukünftiges humanes und gerechtes Gesundheitswesen, in dessen Zentrum das vertrauensvolle und freie Verhältnis zwischen Arzt und Patient steht. Erste Schritte sind bereits gemacht, für die notwendigen weiteren Schritte brauchen wir viele Menschen und finanzielle Mittel. Helfen Sie mit, ein humanes und gerechtes Gesundheitswesen zu verwirklichen.
Werden sie Mitglied in unserem Verein: Bürger-Schulterschluss e.V.

Unser Forum zur Gesundheitspolitik ist der 426. von Frau Renate Hartwig 
im Bürger-Schulterschluss e.V.  initiierte Bürger-Patienten-Stammtisch.

Nur ein informierter Bürger oder Patient kann richtig fragen und kritisch auf Antworten reagieren. 
Wir Bürger sind die Beitragszahler und wir wollen mitreden, was in der Gesundheitspolitik zu unserem Wohl und mit unserem Geld geschehen soll.

Deshalb informieren Sie sich und diskutieren Sie mit beim überparteilichen
Bürger-Patienten-Stammtisch Freudenstadt an jedem ersten Dienstag im Monat
ab 20°° Uhr im Sportcafe "Dobel" beim Sportplatz.


                                       Gerne  erwarten  wir  auch  SIE,
                                    denn nur gemeinsam sind wir stark
                                   etwas zu bewegen  und zu erreichen.